Stadt Vallendar am Rhein

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Waldbegang mit Förster Kern
 
 

Am 20. September bei warmem Sonnenschein folgten Mitglieder des Vallendarer Stadtrates und Carmen Barth, Leiterin des Forstamtes Koblenz, der Einladung von Stadtbürgermeister Wolfgang Heitmann und dem städtischen Förster Achim Kern zum alljährlichen Waldbegang.
Start der Wanderung war die Pedelhütte. Gleich dort zeigte uns Achim Kern, mit Ferngläsern bewaffnet, welches Thema die Waldbesitzer die nächsten Jahre beschäftigen wird. Wie auch durch die zahlreichen Meldungen in den Medien bekannt, bedroht der Klimawandel massiv unsere Wälder. Die Trockenheit schwächt die Bäume, so dass diese den Befall durch den Borkenkäfer nicht abwehren kann. Viele Fichten mussten dadurch im letzten Jahr bereits gefällt werden und auch die Buchen sind durch gleichzeitigen Pilzbefall und Käfer betroffen.
Achim Kern führte uns zu Versuchsanbauten mit im Reagenzglas geklonten Nachkommen der heimischen Vogelkirsche. Er erklärte uns warum „Baumschätze“ eine Einzelstellung und besondere Pflege bekommen, und warum man gut abwägen muss welche Bäume nun weichen, das heißt gefällt werden und welche nicht.
Mit der Beantwortung der Fragen zu Wald und Forstwirtschaft in Vallendar konnte Förster Kern die Wissbegierde der Mitglieder des Stadtrates stillen, dabei unterstütze ihn Frau Barth als örtlich zuständige Forstamtsleiterin mit Beispielen von anderen Waldbesitzern im Forstamt Koblenz.
Zwischendurch war es schon sehr bedrückend, wenn man hört, dass es fast wie ein Pokerspiel ist, dass man in den nächsten Jahren nicht durch kahlgeholzte Gebiete statt grüner Wälder spaziert. Klar ist auch, das forstwirtschaftliche Fehlentscheidungen nur langfristig korrigiert werden können.
Nach einer sehr informativen Wanderung endete der Waldbegang in der Bembermühle, wo Achim Kern noch einen Videofilm, mit einer Drohne aufgenommenen Vallendarer Wald zeigte. Es waren Aufnahme wie von einem Broccoli deren hellen Stellen die bereits abgestorbenen Bäume recht gut zeigte.
Herr Heitmann bedankte sich bei allen Teilnehmern für Ihr Interesse und bei Frau Barth und Herrn Kern für deren Leidenschaft und Engagement für den Weiterbestand des Vallendarer Waldes.
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