Stadt Vallendar am Rhein

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Waldbegang mit Förster Kern
Am 13.04. trafen sich Mitglieder des Vallendarer Stadtrates  unter Leitung von Stadtbürgermeister Gerd Jung mit dem städtischen Förster Achim Kern zum jährlichen Waldbegang.
Auch Carmen Barth als neue Leiterin des Forstamtes Koblenz freute sich über die Gelegenheit, den Stadtwald Vallendar und Mitglieder des Stadtrates näher kennen zu lernen.
Erfreulicherweise  war auch ihr  Vorgänger Eberhard Glatz der Einladung gefolgt und zeigte trotz Ruhestand seine Verbundenheit mit  dem Vallendarer Wald und seinen Vertretern.
Ziel des Waldbegangs war einmal mehr der Vallendarer Hinterwald, geprägt von einem für Vallendarer  Verhältnisse hohen Anteil der Baumart Fichte und nährstoffarmer Böden.
Förster Kern erläuterte an direkt nebeneinander liegenden, gleichaltrigen Beständen von Fichte und Eiche die unterschiedlichen  Konditionen und Konsequenzen  der beiden  „Waldbaumodelle“ Nadelholz und Laubholz: Die früh finanzielle  Erträge und  eine hohe Holzmenge  liefernde, aber mit hohen Risiken ( Sturmwurf, Borkenkäfer, Klimawandel ) verbundene Fichte stellte er der ökologisch wertvolleren, risikoärmeren,  aber auch ertragsschwächeren Eiche gegenüber.
Sein Fazit:  Beide Modelle haben ihre Daseinsberechtigung und es läge  in der Hand des Waldbesitzers, sich mehr für das eine oder andere Waldbaumodell zu entscheiden. Er warnte jedoch davor, alles „auf eine Karte zu setzen“, denn forstwirtschaftliche Fehlentscheidungen könnten im Unterschied zur Landwirtschaft nur langfristig korrigiert werden.
Am Beispiel eines sogenannten „ Voranbaus“ mit verschiedenen Laubholzarten erklärte er den anwesenden Vertretern des Stadtrates den langfristigen Umbau eines  Fichtenreinbestandes zu einem Mischwald. Daneben konnte er Versuchsanbauten von Edelkastanie und Weißtanne  vorzeigen, Baumarten, die im  Vallendarer Wald zukünftig in Hinblick auf Klimaänderungen häufiger angebaut werden sollen.
Die Besuchergruppe ging  mit Förster Kern schließlich durch Buchen- und Fichtenalthölzer, dort wurde auf die ökologische Bedeutung alter  und auch bereits abgestorbener Bäume  hingewiesen und anhand  zahlreicher Specht-Höhlen  auch sichtbar.
Mit der Beantwortung zahlreicher Fragen zu Wald und Forstwirtschaft in Vallendar konnte Förster Kern die Wissbegierde der Mitglieder des Stadtrates stillen, dabei unterstütze ihn Frau Barth als örtlich zuständige Forstamtsleiterin mit Beispielen von  anderen Waldbesitzern im Forstamt Koblenz.
Nach einer  schönen Wanderung  endete der Waldbegang  am Ausgangspunkt und Bürgermeister Gerd Jung bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei den anwesenden Forstleuten für die interessante und lehrreiche Führung durch den Vallendarer Hinterwald.
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